Holzwurmbekämpfung - Mythen und Realität -> Diesel

Holzwurmbekämpfung - Mythus und Realität.

Die Dieselmethode - ein Fluid für „dufte“ Ergebnisse

Aufgrund der Gesundheits- wie auch der Umweltgefährdung fällt uns partout keine Einsatzmöglichkeit ein und wir werden Ihnen hier keine Handlungsanweisung zur Verfügung stellen.

Bei einem unsachgemäßen Umgang konsultieren Sie bitte umgehend ihren Hausarzt oder Notarzt!

Symptome einer Vergiftung mit Diesel:

  • Atembeschwerden
  • Brennendes Gefühl in der Speiseröhre
  • Schmerzen im Unterleib
  • Sehverlust
  • Erbrechen
  • Erbrechen mit Blut
  • Blut im Stuhl
  • Schwindel
  • Starke Kopfschmerzen
  • Erschöpfung
  • Krämpfe
  • Allgemeine Schwäche
  • Bewusstlosigkeit


Sollten Sie trotz aller Warnungen ihre Möbel mit Diesel gegen Holzwurmbefall behandeln wollen, bedenken Sie bitte, dass der stechende Dieselgeruch für Jahre ein Teil ihres Möbels wird und sich der Einsatz in den heimischen Gefilden nur noch für Tankwarte und ausgesprochene Diesel-Liebhaber empfiehlt.

Holzwurmbekämpfung - Mythen und Realität -> Vakuum

Holzwurmbekämpfung - Mythus und Realität.

Die Vakuummethode - ♬ Atemlos durch das Holz. ♬

Bei diesem Verfahren werden den eher kleinen Preziosen, in Beuteln, die Luft entzogen und diese anschließend verschweißt. Auf diese Art und Weise soll den Larven der lebensnotwendig Sauerstoff entzogen werden. Diese Methode eignet sich, aufgrund der einwirkenden und nicht zu unterschätzenden Kräfte, nur für wenig filigrane, eher sehr robuste Werkstücke und sie hat noch einen weiteren, deutlich gravierenderen Nachteil: Zeit.

Während der Wachstumsphase eines Baumes wird auch immer Luft im Holz eingebettet, durch das spätere trocknen des Holzes diffundiert Wasser aus dem Werkstoff und wird zum Teil durch Luft ersetzt. Dieser kann aber, aufgrund der festen Struktur und der zahlreichen Einschlüsse, beim vakuumieren nicht entweichen. So kann es vorkommen, dass die winzigen Larven noch für bis zu zwei Jahre Sauerstoff im Material vorfinden.

Folglich ist das Vakuumieren eine funktionierende Methode, aber nur für Menschen die wirklich lang vorausplanen.

Holzwurmbekämpfung - Mythen und Realität -> Isopropanol

Holzwurmbekämpfung - Mythus und Realität.

Isopropanol - beschwipst in den Tod

Grundsätzlich kann eine Behandlung mit Isopropanol, einem leicht brennbaren und alkoholischem Lösemittel, einen Holzwurmbefall mindern oder den kleinen Plagegeister sogar vollständig
den Garaus machen.
Und ja, natürlich gibt es auch hier wieder Einschränkungen.
Bei einer Materialstärke von mehr als 25 mm ist ein vollständiges durchdringen des „Kampfmittels“ sehr unwahrscheinlich und wird allerhöchstens für einen recht üblen Kater bei den Larven sorgen.
Die lange Einwirkzeit von zwei bis drei Tagen wird aller Voraussicht nach das Holz angreifen. Besonders problematisch sind hier oberflächenbehandelte Hölzer, seien sie nun geölt oder lackiert, aber auch Hölzer mit einer schönen, über Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte, gereiften Patina werden unter dieser Behandlung vermutlich leiden.

Der Vollständigkeit halber: Sollte Sie dennoch diese Form der Holzwurmbekämpfung in Betracht ziehen, schützen Sie bitte Augen und Schleimhäute, sorgen Sie für eine ausreichende Lüftung und halten Sie Kinder und Haustiere fern. Feuer oder offenes Licht sollten Sie selbstredend ebenfalls vermeiden.

Aufgrund der erhöhten Feuergefahr sowie den möglicherweise vorhanden Ausflugslöchern der Holzwürmer, führen Sie Behandlung und Lagerung bitte nur im Freien durch! Ein entstehendes Feuer lässt sich nur noch schwer löschen und würde im Fall nicht nur Holzwurm und Werkstück verzehren.

Holzwurmbekämpfung - Mythen und Realität -> Bücher

Buchempfehlung

Zecken, Milben, Fliegen, Schaben: Schach dem Ungeziefer

      An dieser Stelle möchten wir Ihnen ein Buch ans Herz legen, welches uns seit Jahrzehnten begleitet und uns selbst in schwierigen Fällen immer hilfreich zur Seite stand.
Der deutschlandweit bekannte Zoologe und Parasitologe Heinz Mehlhorn ist der Mitautor dieses von Birgit Mehlhorn verfassten Werkes.
Besonders hilfreich ist es bei der Identifizierung ob "Nützling" oder "Schädling" und im letzteren Fall auch bei der Wahl der geeigneten "Waffe".
Ein Werk, das unserer Meinung nach, in keinem Haushalt und in keiner Bibliothek fehlen sollte.

Viel Freude bei der Lektüre, Ihr Wilfried Held


Holzwurmbekämpfung - Mythen und Realität -> Backofen

Holzwurmbekämpfung - Mythus und Realität.

Der Holzwurmtod im heimischen Ofen oder wie man Kaminholz macht.

Diese Methode entspricht in groben Zügen dem von uns eingesetzten Verfahren der Holzwurmbekämpfung. Die gravierendsten Unterschiede zwischen den heimischen Öfen und der von uns verwendeten Wärmekammer ist die kontrollierte, langsame Erwärmung der Möbel bzw. Kleinteile. Hierbei wird neben Raumtemperatur, Kerntemperatur auch Luftfeuchtigkeit sowie Holzfeuchte überwacht. Der leistungsstarke Analysecomputer passt während der mehrere Stunden währenden Erwärmungsphase permanent Luftfeuchtigkeit und Wärme perfekt an die befallen Preziosen an.
Nach Abschluss der Erwärmungsphase hält die Wärmekammer über mehrere Stunden konstant die optimale Temperatur und Luftfeuchtigkeit um dann in der dritten Phase die wertvollen Möbel langsam und kontrolliert wieder abzukühlen.

Ein Backofen kann naturgemäß diese Phasen weder nachbilden noch die Luftfeuchtigkeit bzw. Holzfeuchte überwachen. So kann eine Holzwurmbekämpfung im heimischen Ofen zwar letztendlich die gefräßigen Larven zu Strecke bringen aber, im schlimmsten Fall, auch ihre Preziosen.
Eigene Versuche in einem Konvektomaten zeigten sogar eine weitergehende zerstörende Wirkung der unkontrollierten Wärme- und Feuchtigkeitszufuhr. Der entstehende Druck sowie die zu hohe Luftfeuchtigkeit konnten alte und wertvolle Oberflächen nachhaltig zerstören und das Holz sogar partiell aufquellen lassen.

Holzwurmbekämpfung - Mythen und Realität -> Gift

Holzwurmbekämpfung - Mythus und Realität.

Die chemische Keule

Aus rechtlichen Gründen können und wollen wir hier nicht detailliert auf dieses Thema eingehen. Sollten Sie sich für diese Methode der Holzwurmbekämpfung entscheiden, achten Sie bitte, wie bei vielen anderen Insektiziden bzw. chemischen Produkten, auf einen geeignet Eigenschutz, vermeiden Sie die Inhalation, direkten Hautkontakt und achten Sie bitte besonders auf Ihre Kinder und Haustiere! Bitte befolgen Sie penibel die Angaben des jeweiligen Herstellers!

Weitergehende Informationen finden Sie unter dem Stichwort Pyrethroide im Internet .

Holzwurmbekämpfung - Mythen und Realität -> Eicheln

Holzwurmbekämpfung - Mythus und Realität.

Der Eicheln-Trick, überraschend, umweltschonend und — leider auch nahezu sinnlos.

Die Idee hinter dem Eicheln-Trick hört sich im ersten Moment großartig an. Eine Schale mit Eicheln wird in der Nähe des befallenen Möbels aufgestellt und schon springt jeder Holzwurm in der Umgebung auf den unwiderstehlichen Duft an, verlässt das Möbel und kann zusammen mit den Eicheln entsorgt werden. Soweit die Theorie.

Die Realität sieht leider etwas anders aus. Die Dichte des Holzes verhindert das tiefe Eindringen der Duftstoffe der aufgestellten Eicheln in das Möbel und macht so einen direkten Effekt recht unwahrscheinlich. Noch unwahrscheinlich ist es, dass die im Möbel lebenden Larven sich spontan verpuppen um in die bereitgestellten Früchte der Eiche „umziehen“.

Unbestritten hingegen ist die Tatsache das Eicheln einen gewissen Reiz auf den Gemeinen Nagekäfer ausüben und als Prophylaxe ist es sicher eine probates Mittel*. Allerdings stellt sich hier dann auch die Frage ob dieser Reiz nicht sogar den Befall eines so geschützten Möbels provozieren könnte, besonders wenn die Stand- und überprüfungszeiten vernachlässigt wurden.

*Eine maximale Standzeit der Eichelnfalle von 12 Monaten sollte nicht überschritten werden, des weiteren empfehlen wir eine regelmäßige, dreiwöchige Überprüfung! Sollte während dieser Zeit Bohrmehl austreten müssen Sie umgehend aktiv werden und die Eicheln entsorgen bzw. ersetzen. Die Larven öffnen erst kurz vor der ca. 6 Wochen dauernden Verpuppung die Ausflugslöcher, danach verlassen die fertigen Nagekäfer die Eicheln, suchen sich einen Partner und schon kurz darauf eine neue Heimstatt für Ihren Nachwuchs.

Holzwurmbekämpfung - Mythen und Realität

Holzwurmbekämpfung - Mythus und Realität

Der Gemeine Nagekäfer (Anobium punctatum) - Auge in Auge

Der Gemeine Nagekäfer ist ein in Europa heimischer Holzschädling. Er wird im Volksmund fälschlicherweise als Holzwurm bezeichnet und ist mit einer Körperlänge von bis zu vier Millimeter ein eher unscheinbarer Vertreter seiner Art.
Trotz seiner geringen Größe kann er Stühle, Schrankwände und sogar ganze Dachstühle ins Wanken bringen. Dies nur indem sich die Larven des Gemeinen Nagekäfers langsam aber stetig und mit einer Lebenserwartung von 1-10 Jahre, in kleinen Tunneln durch das wertvolle Holz „bohren“. Mit zum Teil dramatischen Folgen für das Möbel, auch wenn von außen nur wenige Ausflugslöcher zu sehen sind kann der Kern schon in großen Teilen zerstört worden sein. Ähnlich einem Bergarbeiter treiben die gefräßigen Larven Stollen um Stollen, Millimeter um Millimeter in den Stoff der Träume.

Aber Holz ist nicht gleich Holz und so bevorzugen die Larven eine eher saftige Mahlzeit, soll heißen, Holz mit mindestens 10% Restfeuchte, trockenere Hölzer, zum Beispiel Holzmöbel aus einer gut geheizten und regelmäßig gelüfteten Wohnung, stehen daher eher nicht auf dem Speiseplan der hungrigen Larven. Einen akuten Befall kann am ehesten an den nächtlichen Fraßgeräuschen erkannt werden und später an dem ausgetretenem, hellen und feinem Bohrmehl welches sich unterhalb der Möbel zu kleinen Bergen auftürmt oder in den Rillen aufwendiger Schnitzereien ablegt. Natürlich auch an den ovalen Ausflugslöchern, die die nimmersatten Larven des Holzwurms in das wertvolle Holzmöbel, kurz vor dem verlassen, trieben.

Holzwurmbekämpfung - Mythen und Realität

Holzwurmbekämpfung - Mythus und Realität

Kompendium der Unsinnigkeiten

Mit den kommenden Einträgen möchten wir mit den gängigsten Mythen in der Holzwurmbekämpfung aufräumen, Ihnen Alternativen aufzeigen und Sie vor gravierenden Fehlern bewahren.

Herzlichst Ihr Wilfried Held

Traktor entwurmt

Traktor entwurmt.

Sie können sich sicherlich unsere Verwunderung vorstellen als ein Kunde mit einem Traktor vor unserer Werkstatt vorfuhr. Nach einem kurzen aber klärenden Gespräch löste sich aber unsere Verwunderung zusehends auf. Natürlich sollte nicht der Traktor, sondern die angebrachte Ladefläche entwurmt werden. Nach einer fachgerechten Demontage konnten wir auch diesen Kundenwunsch erfolgreich erfüllen.





Kindertraum entwurmt

Holzwurmbekämpfung bewahrt Jugendtraum!

Als die hübsche junge Dame in der Mitte in Begleitung Ihrer Familie in unsere Werkstatt kam wussten wir noch nicht welche Brisanz dieser Auftrag in sich trug. Dieser aus Amerika stammende, nennen wir Ihn mal "Schamanenstab", war das Heiligtum der jungen Dame. Hier war nicht die Vielzahl der verarbeiteten Materialien das eigentliche Problem... Welches wir aber erfolgreich lösen konnten! Was lernen wir daraus? Holzwurmbekämpfung bewahrt die Jugend

Design-Sünde aus den 70ern

Design-Sünde aus den 70ern gerettet.

Im Fundus eines bekannten Kölner Hotels fanden wir bei einer Besichtigung über 50 Sessel und Tische. Der in den 70ern beliebte Farbton P48 schmückt auch diese, zum Glück, sehr seltenen Möbel. Wir werden diese für die Nachwelt erhalten und an interessierte gerne vermieten oder verkaufen.

Neue Website online

Neue Internetseite online.

Wir freuen uns, Sie auf unserer neuen Internetseite begrüßen zu dürfen. Was lange währt, wird endlich gut. Moderner sollte sie werden, freundlicher, übersichtlicher und informativer: Dies waren die Vorgaben für unsere neue Seite. Gar keine leichte Aufgabe bei unserem breitgefächertem Leistungsspektrum. Die vielen fleißige Mitarbeiter bei btween haben seither erfolgreich an dem neuen Gewand unserer Seite gearbeitet. Hoffentlich macht sie Ihnen ebensolchen Spaß wie uns.

Wir wünschen Ihnen jetzt viel Freude beim Stöbern und Ansehen!

Herzlichst Ihr Wilfried Held